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New Work: mit agilen Methoden den Arbeitsalltag gestalten

shopping 24 internet group | 18.12.2018

OKR, Scrum, Kanban, Retrospektiven – die meisten Menschen haben diese Begriffe wahrscheinlich schon einmal gehört, aber was genau dahintersteckt, ist nicht jedem sofort klar. Es sind agile Arbeitsmethoden, die gerne angewendet werden, um schneller, effektiver und für alle Teammitglieder transparenter zu arbeiten. Auch bei der OGDS nutzen unsere Portfoliofirmen agile Arbeitsmethoden.

Agile Coach Katrin erklärt, wie die shopping24 internet group arbeitet

Agile Coach Katrin Gietemann

Katrin Gietemann, Agile Coach und Organisations-entwicklerin bei der shopping24 internet group, zu der auch Wohnklamotte gehört, hat uns erklärt, wie agile Arbeitsmethoden bei shopping24 genutzt werden. Katrin ist seit März 2017 für den Themenbereich Agilität zuständig. Sie ist zertifizierter systemischer Coach und fokussiert sich bei shopping24 vor allem auf die Durchführung von Retrospektiven.

In diesen geht es im Großen und Ganzen darum, auf die Arbeit der letzten Wochen zurückzuschauen und aus der Vergangenheit zu lernen. Hierzu wird bewertet, was gut lief, was verbessert werden kann und welche konkreten Maßnahmen daraus abgeleitet werden können. Durch die „Las Vegas Regel“, die besagt, dass alles, was in der Retrospektive besprochen wird, auch in diesem Raum bleibt, entsteht ein sicheres Umfeld, in dem alle Teammitglieder frei sprechen können. Es wird offen über Herausforderungen und Erfolge gesprochen, dadurch entsteht eine positive Fehlerkultur, durch die auch Missverständnisse einfacher aus der Welt geschafft werden.

OKR: Objectives and Key Results

Die shopping24 internet group arbeitet mit OKR und nutzt diese als Framework, um strategische Ziele für das Unternehmen transparent zu machen. Die einzelnen Produktteams nutzen weitestgehend Scrum, um die Projekte zielgerichtet anzugehen.

OKR steht für „Objectives und Key Results“ und ist ein Rahmenwerk für modernes Management. Objectives stellen dabei übergeordnete, ambitionierte Ziele dar, während es sich bei den Key Results um konkrete, messbare Maßnahmen handelt, die zum Erreichen der Objectives beitragen. Kurz gesagt stellen die Objectives das „Was?“ und das „Wo will ich hin?“ und die Key Results das „Wie?“ beziehungsweise das „Was muss ich tun, um dahinzukommen?“ dar.
In der Regel werden OKR quartalsweise formuliert und helfen dabei, den Mitarbeitern eine konkrete Vision zu geben, auf die sie gemeinsam hinarbeiten können. Die Ziele werden dabei bewusst ambitioniert, teilweise sogar unrealistisch hoch gesetzt, um das Team dazu zu animieren, kreativ zu denken, um sie zu erreichen.

Bei shopping24 werden die Objectives quartalsweise von der Geschäftsführung und dem Management Board festgelegt. Die Key Results werden dagegen von den Projektteams definiert, an deren Spitze immer ein Product Owner (PO) und teilweise auch ein Tech Owner (TO) stehen. Die PO’s und TO’s aller Teams haben ein wöchentliches Meeting, in dem sie sich austauschen und mögliche Schnittstellen besprechen, sowie Synergien nutzen zu können. Die OKR werden bei shopping24 für alle Mitarbeiter sichtbar an einem Whiteboard festgehalten.

Das Arbeiten in “Sprints”

Die einzelnen Produktteams bei shopping24 arbeiten in Sprints, die in der Regel zwei Wochen, manchmal aber auch nur eine oder drei Wochen dauern. Am Anfang eines jeden Sprints steht ein Planungsmeeting, in dem das Team gemeinsam die in dem Sprint zu erledigenden Tasks plant. Jeder Sprint zahlt dabei auf die Erreichung der Key Results ein. Da das Tagesgeschäft aber nicht immer genau geplant werden kann, arbeiten die Teams zum Teil mit zeitlichen Puffern, um auch ungeplante „Sidequests“ integrieren zu können.

Am Ende jedes Sprints bewertet das Team gemeinsam in einer Retrospektive die geleistete Arbeit. Bei shopping24 leitet Katrin als neutrale Außenstehende die Retrospektive und legt auch den Rahmen dafür fest. Sie beginnt eine Retrospektive immer mit einer Review, dann folgt eine kurze Introrunde, die ihr dabei hilft zu verstehen, wie die Stimmung im Team ist. Anschließend bewertet das Team, was gut und was schlecht lief und erarbeitet gemeinsam konkrete Änderungsvorschläge für den nächsten Sprint. Dabei nutzt Katrin verschiedene Arbeitsweisen: eine einfache Auflistung von Punkten mit roten oder grünen Karten, eine Bewertung bei der die Teammitglieder ihr Feedback in Form einer Review à la Amazon oder eines Tweets aufschreiben können – den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Am Ende treffen alle Teammitglieder etwa vier bis fünf konkrete Vereinbarungen für den nächsten Sprint und geben Katrin Feedback für die Retrospektive.

Was hat sich durch die agilen Arbeitsmethoden bei shopping24 geändert?

Katrin hält fest: „Seit der Einführung der agilen Arbeitsmethoden ist die Stimmung insgesamt noch besser geworden, als sie ohnehin schon war. Die OKR haben dem gesamten Unternehmen eine übergeordnete Vision gegeben, auf die alle Teams gemeinsam hinarbeiten. Die Einführung der Sprints und Retrospektiven hat außerdem zu mehr Schnelligkeit, Transparenz und Flexibilität geführt. Gleichzeitig entwickeln wir uns weiter, lernen und übernehmen Verantwortung.“ Sie ergänzt: „Die Geschäftsführung setzt die Leitplanken, aber jeder kann sich darin frei bewegen und aktiv den Unternehmenserfolg mitgestalten.“
Katrins persönlicher Rat lautet: „Lasst euch nicht davon abschrecken, wenn ein Framework nicht zu hundert Prozent zu euch passt. Probiert aus, lernt, verändert und macht somit eine bestimmte Methode zu eurer.“

Du hast Lust Teil eines Teams zu sein, das agil arbeitet? Dann wirf mal einen Blick auf unsere Stellenanzeigen. Abgesehen von der shopping24 internet group arbeiten auch andere unserer Portfoliounternehmen mit verschiedenen agilen Arbeitsmethoden.

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Die Otto Group Digital Solutions (OGDS) ist der Corporate Company Builder der Otto Group – mit dem Ziel, neue und attraktive Geschäftsmodelle im handelsnahen Dienstleistungsbereich zu identifizieren, aufzubauen und zu etablieren.