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Knowledge Conference Project A

otto group digital solutions | 24.10.2019

„Wissen ist das einzige Gut, was sich vermehrt, wenn man es teilt.“ – getreu diesem Motto machten sich rund 15 Kollegen von der OGDS und aus unseren Portfoliounternehmen auf den Weg nach Berlin. Unser Ziel: die Knowledge Konferenz von Project A. Erfahrt hier, was unsere Takeaways waren.

Project A Knowledge Conference

#Bäume statt Technologie

Gestartet wurde mit einem ungewöhnlichen Opening für eine Tech-Konferenz, dafür aber mit hoher gesellschaftlicher Relevanz. Denn was nützt all das Gerede über die Zukunft, wenn wir Gefahr laufen, dass es keine mehr gibt! Ecosia-Gründer Christian Kroll hielt uns noch einmal vor Augen, wie rasant der Klimawandel voranschreitet und welchen positiven Einfluss das Pflanzen von Bäumen haben kann, um diesen aufzuhalten. Über eine Crowdfunding-Kampagne (project-a.com/ecosia) spendeten die Teilnehmer live vor Ort Geld für eine Baumschule in Madagaskar – und hatten mit dem Spenden-Aufkleber auf dem Nametag auch gleich ein Gesprächsthema beim Networking.

#Mafo ist sexy

Weiter ging es mit einem Deep Dive in die Marktforschung am Beispiel von Mister Spex. Mirko Caspar brach eine Lanze für die Datenanalyse und ihren Impact auf die Kaufentscheidung von Kunden. Wichtigste Grundlage: Hypothesen, denn ohne eine Vision, die getestet werden soll, gibt’s keine hilfreichen Ergebnisse. Und dabei bitte stets die User-Perspektive einnehmen und nicht nur das Offensichtliche messen –„the hidden one is interesting!“

Wer jetzt glaubt, dass es riesen Budgets und viel Zeit braucht irrt: Um einen Bug ausfindig zu machen, reichen bereits fünf Personen aus, um via Testing und Deep Interviews Fehler auf der Website und bei der Customer Journey zu finden. Wir haben hier übrigens gute Ergebnisse mit Usability Testessen gemacht. Wenn es um Briefings für Werbespots geht, rät Mirko: Sei so präzise wie es geht! Die Annahme, man würde den Kreativen ihre Freiheit rauben, sei schlichtweg falsch.

Project A Knowledge Conference
Project A Knowledge Conference
 

#You always sell from person to person

Von der Kundenperspektive ging es weiter zur eigenen Person. Im Panel zu „Personal Branding“ diskutierte Florian Heinemann (Project A) mit Gründerin Julia Bösch (Outfittery), der ehemaligen Journalistin und Co-Gründerin Pia Frey (Opinary) sowie Gründer Ronnie Vuine (micropsi industries) über die Relevanz einer Persönlichkeitsmarke im B2B-Umfeld. Einhellige Meinung: Das macht auf jeden Fall Sinn – wenn der Gründer denn auch will! Oder um es mit den Worten der Panelisten zu formulieren: „The personal drive comes first, then business!“ Auch nicht zu vergessen ist der Aufwand dahinter. Jeder der Gründer baut dabei auf sein PR-Team – bei Outfittery kümmern sich fünf Personen neben dem Markenaufbau um die Kommunikation rund um die Gründerin.

#Kill the Bullet Point

Nachdem die Relevanz der eigenen Marke geklärt war, folgte beim nächsten Vortrag sogleich die Anleitung, wie man zukünftig auf großen Bühnen glänzt. Iskender Dirik hat mit seinen „The Commandments of Outstanding Presentations (COUP)“ ein Manifest entwickelt, um den „Death by PowerPoint“ in der deutschen Vortragswelt zu eliminieren. Was in Amerika mit „Public Speaking“ bereits in den Unis gelehrt und durch TED Talks vertieft wird, ist in Deutschland noch relatives Neuland. Iskenders Programm ist angereichert durch seine Erfahrung als Gründer und VC – Millionen von langweilige Startup-Pitches haben ihn dazu bewogen, eine ganze Bewegung zu starten.
Anhand von sehr anschaulichen Mitmach-Übungen und wissenschaftlichen Belegen überzeugte er sein Publikum von der Wirkung seines Ansatzes. Dabei stets im Mittelpunkt: Storytelling – wobei der wichtigste Part der Anfang und das Ende sind. Denn der Mittelteil bleibt sowieso nicht in Erinnerung. Und wer keine Vision davon hat, was die Audience mitnehmen, was sich nach dem Vortrag bei ihnen verändern soll, der solle lieber gar nicht erst präsentieren. Besonderes Augenmerk legte Iskender auf den Bullet Point, der eine Hauptrolle im deutschen Präsentationsuniversum spielt. Sinn macht er jedoch nur bei Handouts und nicht auf der Bühne. Wenn ihr also in Zukunft so präsentiert und ein lautes „Bullshit“ aus dem Publikum hört, wisst ihr, dass es von einem COUP-Verfechter kommt.

Project A Knowledge Conference

#Tech & Talk als Erfolgsgarant

„Operational Excellence“ – dafür steht Project A. Was dies für das tägliche Doing heißt, veranschaulichten Christoph Rösler (Director Venture Development & Sales) und Philipp Werner (CMO) in ihrer Session „How to sync your B2B Marketing & Sales activities“. Erstes Learning: Incentivierung neu denken. Damit Marketing & Sales-Abteilung an einem Strang ziehen, sollte das Marketing-Team nicht nur nach Leads, sondern auch nach Umsatzzielen motiviert und gemessen werden. Für die Qualifizierung der Leads hat sich bei Project A die Buyer Matrix bewährt. Wann wird ein Lead von wem kontaktiert – dieser kritische Punkt muss genau definiert sein. Eine Herausforderung für Unternehmen, denn 51 Prozent der Sales Aktivitäten sind laut Saleshub verschenkte Zeit, da Leads nicht gut genug qualifiziert sind. Damit das Zusammenspiel bestens funktioniert, müssen beide Seiten die Rolle des anderen verstehen. Daher nimmt das Marketing Team auch an Sales-Gesprächen teil, um genau zu verstehen, wann ein MQL zu einem SQL wird.

Einen wichtigen Beitrag liefert zudem das Account Management – denn nichts sind bessere Referalls als bestehende Kunden. Also bindet diese als Fürsprecher und Multiplikatoren in Case Studies, auf Events oder in Form von Statements in der Medienarbeit ein. Ein weiterer Tipp: Nutzt das Internet, um cold calls zu vermeiden. Spielt zum Beispiel Videos über Linkedin in der relevanten Zielgruppe aus, so dass sie euch vorher schon mal gesehen haben. Doch all der Aufwand nützt nichts, wenn dahinter keine Technologie steht, die ein attributions-basiertes Kampagnen-Tracking ermöglicht. Ein gutes Tool, was Diskussionen um die Lead-Quelle zum Erliegen bringt, ist zum Beispiel Segment.io.

In Summe war die Project A Knowledge Konferenz ein super Deep Dive in unterschiedliche Tech- und Marketing-Themen. Wir sind nach dem Networking mit zahlreichen Impulsen und Kontakten nach Hamburg zurückgekehrt und sagen noch mal Danke an das ganze Orga-Team von Project A!

Otto Group Digital Solutions

Die Otto Group Digital Solutions (OGDS) ist der Corporate Company Builder der Otto Group – mit dem Ziel, neue und attraktive Geschäftsmodelle im handelsnahen Dienstleistungsbereich zu identifizieren, aufzubauen und zu etablieren.